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Kastration beim Hund:
Vorteile überwiegen!
Nachteile durch richtige Fütterung vermeiden
Das Thema Kastration
führt bei Hundebesitzern
noch immer zu
heftigen Diskussionen: Schadet
die Kastration der Gesundheit,
verändert sich das
Wesen des Hundes und
werden kastrierte Hunde
zwangsläufig fett?
Darauf gibt es nur eine Antwort:
Die Vorteile der Kastration überwiegen auf jeden
Fall! Die Nachteile können
durch richtige Fütterung vermieden
werden.
Kastration als
Gesundheitsfaktor
Laut Statistik erkrankt jede
vierte nicht kastrierte Hündin
an einem Tumor der
Milchdrüsen. Die Kastration
vor der ersten Läufigkeit
senkt das Risiko, daran zu erkranken,
fast auf Null.
Beim Rüden beugt die Kastration
Prostataerkrankungen,
Hodenkrebs und Tumoren
der Drüsen rund um den
After vor.
Kastration zur Verhinderung
von unerwünschtem
Nachwuchs
Wer weiß, wie viele heimatlose
Hunde in überfüllten
Tierheimen auf neue Besitzer
warten, bestreitet nicht
mehr, dass Kastration aktiver
Tierschutz ist.
Positive Wesensveränderung
durch die Kastration
Diese betrifft hauptsächlich
Rüden. Denn Rüden reagieren
heftig auf läufige Hündinnen
und bereiten ihrem
Besitzer so einige Probleme.
Liebestolle Rüden bringen
es fertig, Tag und Nacht zu
winseln und zu jaulen. Und
allen Vorsichtsmaßnahmen
zum Trotz gelingt es ihnen
immer wieder, zu entwischen.
Dabei ist der Rüde
auch großen Gefahren wie
dem Straßenverkehr ausgesetzt – oder ein anderes
Männchen taucht auf und die
beiden Widersacher geraten
einander im Kampf um die Hündin „in den Pelz“. Unangenehm
kann es auch werden,
wenn der Rüde hypersexuelles
Verhalten an den Tag
legt, das heißt, sein Trieb so
stark ausgeprägt ist, dass er
sogar Familienangehörige
oder Freunde be-springt. In
all diesen Fällen hilft die
Kastration. Auch übermäßige
Aggressivität kann dadurch
gebes-sert werden. Sind
Verhaltensprobleme jedoch
durch fehlende oder mangelhafte
Erziehung bedingt, darf
man sich von der Kastration
keine Besserung erwarten.
Wann ist der beste
Zeitpunkt?
Hündinnen sollte man am
besten schon vor der ersten
Läufigkeit kastrieren. In einem
Routineeingriff werden
Eierstöcke und Gebärmutter
entfernt. Schon am zweiten
Tag nach dem Eingriff fühlen
sich die Weibchen wieder
wohl.
Rüden sollten nicht vor der
Geschlechtsreife kastriert
werden, also erst mit neun bis
zwölf Monaten. Unter Vollnarkose
werden die Hoden
entfernt.
Wichtig: Futterumstellung
nach der Kastration!
Aus Studien geht hervor, dass
die Gefahr einer Gewichtszunahme
bei kastrierten Hunden
größer ist als bei unkastrierten.
Das ist deshalb so,
weil auch die Geschlechtshormone
eines Tieres an der
Regulation von Appetit und
Stoffwechsel mitwirken. Sie
hemmen bei nicht kastrierten
Hunden das Hungergefühl
und kurbeln gleichzeitig den
Stoffwechsel an. Fällt nach
der Kastration der Einfluss
der Geschlechtshormone
weg, so ist oft ein übermäßiger
Appetit bei gleichzeitig
vermindertem Energie-bedarf
die Folge. Deshalb sollte optimales
Futter für kastrierte
Hunde folgende Eigenschaften
auf-weisen:
• hoher Gehalt an hochverdaulichem
Eiweiß: Bewirkt
ein optimales Sättigungsgefühl.
• wenig Fettgehalt
• L - Carnithin zur Förderung
der Fettverbrennung
• Isoflavone – Pflanzenhormone:
Diese natürlichen
Wirkstoffe aus Pflanzen ähneln
in ihrer Struktur und
Wirkung den Geschlechtshormonen.
Sie aktivieren den
Stoffwechsel und halten den
Appetit in Grenzen.
Spezialfutter für kastrierte
Hunde vom Tierarzt erfüllt
diese Anforderungen und sogar
noch ein paar mehr! Da
kleine Hunde zu Harnsteinen
und Zahnproblemen neigen,
gibt es das Spezialfutter für
kleine Hunde bis zehn Kilogramm
Körpergewicht in einer
Zusammensetzung, die
neben kastrations-bedingtem Übergewicht auch Harnsteinbildung
und Zahnproblemen
vorbeugt.
Für große Hunde über 10 kg
Körpergewicht ist die Rezeptur
des Spezialfutters so gewählt,
dass kastrationsbedingtes Über-gewicht vermieden
und zusätzlich die Gesundheit
von Knochen und Gelenken
unterstützt wird.
Tierärztin Dr. Herta Puttner
Suppégasse 11, 1130 Wien
T: 01/877 88 56
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