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Hasenfutter? Mehr als das!

Knackig und gesund: Karotten im Konsument-Test
Tiefkühlware überzeugt, Bio nicht automatisch besser

Groß und klein lieben den etwas süßlichen Geschmack von Karotten. Zahlen der Statistik Austria be-legen es: Im vergangenen Jahr wurden in Österreich unglaubliche 74.000 Tonnen des gelb-orangen Wurzelgemüses geerntet. Neben dem guten Geschmack bieten sie aber auch zahlreiche Vitamine, Ballaststoffe, Kalzium und Eisen. Das Testmagazin „Konsument“ hat 28 Produkte aus dem Tiefkühlregal und der Konserve sowie frische Ware getestet und zeigt, welchen Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen diese tatsächlich haben. Dabei schnitten Tiefkühlprodukte besser ab als erwartet. Im Folgenden die Ergebnisse im Detail:

Karotten sind nicht nur gesund, sondern ihr Genuss ist in der Regel auch unbedenklich: Sie zählen zu jenen Gemüsesorten, die – ob Bio oder nicht – nur wenig mit Pflanzenschutzmittel-Rückständen, Nitrat und Schwermetallen belastet sind. Unterschiede zwischen Bio und konventionell angebauten Karotten gibt es aber – wenig überraschend – hinsichtlich des Preises. Erstaunlich sind dabei jedoch die großen Preisunterschiede innerhalb des Bio-Segments: Während bei „Hofer“ und „Penny“ ein Kilo Bio-Karotten bereits um 0,99 Euro erhältlich ist, legt man bei „Merkur“ 3,58 Euro hin.

Große Schwankungsbreiten gibt es auch beim Gehalt an Betacarotin, einer Vorstufe des lebens-notwendigen Vitamin A. Zwar erfüllen alle Karotten – egal ob frisch, tiefgekühlt oder in der Konserve – das Soll. In den Konserven-Möhrchen von „Bonduelle (Edeka)“ steckt aber beinahe dreimal so viel Betacarotin (17,41 mg/100 g) wie in denen von „d'aucy (Merkur)“ (6,24 mg/100 g). Bei den Tiefkühlkarotten haben hingegen die Bio-Babykarotten von „ja!Natürlich (Merkur)“ die Nase vorn (13,21 mg/100 g), während die Bio-Babykarotten von „Natur aktiv (Hofer)“ gerade einmal die Hälfte liefern. Ingesamt aber hält sich bei Tiefkühlkarotten – wie auch bei den frischen Karotten – der Vitamingehalt der Bioware mit dem von konventionell angebauten Karotten die Waage.

„Wer öfter auf Tiefkühlgemüse zurückgreift, weil es in der Küche schnell gehen muss oder  eine Gemüsesorte gerade keine Saison hat, braucht kein schlechtes Gewissen zu haben. Denn: Karotten aus dem Gefrierfach enthalten vergleichbar viele Vitamine wie frische“, erklärt „Konsu-ment“-Lebensmittelexpertin Nina Siegenthaler. „Besonders wenn Gemüse lange im Supermarktregal liegt und auch noch einige Tage im Gemüsefach des Kühlschranks gelagert wird, sind Karotten aus der Kühltruhe oft die bessere Wahl.“ Grundsätzlich halten sich Karotten, ohne Plastikbeutel, zirka eine Woche im Gemüsefach des Kühlschranks. Tipp: Vor der Lagerung gegebenenfalls die grünen Stängel abschneiden, da diese Feuchtigkeit entziehen und die Karotten schlaff werden lassen.

Weitere Testergebnisse zum gelb-orangen Gemüse gibt es auf www.konsument.at.

 

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