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Eine „haarige“
Angelegenheit
Wenn’s am Kopf schütterer wird
Ein Problem, so alt wie
die Menscheit: Haarausfall!
Der tägliche
Blick in den Spiegel trügt
nicht, das Büschel Haare in
der Bürste schon gar nicht:
Viele Menschen sehen sich
einem scheinbar unbesieg-baren
Gegner gegenüber, der
wie ein Parasit ihre Vitalität,
ihre „Jugend“ aufzusaugen
droht. Woher der „Feind“
kommt und wie man ihm zu
Leibe rücken kann, lesen Sie
im Folgenden!
Die Gene
sind schuld!
Grundsätzlich können viele
Faktoren Haarausfall verursachen,
z.B. diverse Medikamente,
Erkrankun-gen der
Schilddrüse, Infekte, Nährstoffmangel
(Eisen!), Stress,
Alter uvm. Der größte Übeltäter
dürften jedoch unsere
Gene sein. Sind diese „falsch
programmiert“, reagiert unsere
Haarpracht besonders
sensibel, und zwar auf männliche
Geschlechtshormone.
Dies erklärt, warum Haarausfall
und Glatzenbildung
speziell bei Männern gehäuft
auftreten. Den Beginn machen
hier dann die sogenannten „Geheimratsecken“.
Wer nun aber glaubt, dass
sich Frauen hier beruhigt
zurücklehnen können, irrt!
Auch im weiblichen Körper
treten männliche Geschlechtshormone
auf –
wenn auch in deutlich geringerer
Anzahl. Das – ästhetisch
nicht vorteilhafte – Resultat:
Gerade die Region um
den Scheitel lichtet sich,
wenn die genetische Vorbelastung
gegeben ist! Was bei
Frauen in negativer Hinsicht
noch dazukommt, ist die zusätzliche
hormonelle Veränderung
im Wechsel mit einer
Abnahme des weiblichen
Geschlechts-hormons Östrogen.
Was tun?
Je nach Art des Haarausfalls
stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten
zur
Verfügung. Prinzi-piell beginnt
der erfolgreiche „Kampf“ bereits bei der täglichen
Pflege: Vermeiden Sie
beim Haarewaschen aggressive
Shampoos – ein mildes
Produkt ist völlig ausreichend.
Viele machen auch
den Fehler, die Haare mit zu
heißem Wasser auszuspülen – eine Tortur für unser
Haupt!
Hat man die Haare sanft gewaschen
und lauwarm ausgespült,
ist es wichtig, sie keinesfalls
trocken zu rubbeln.
Kurz abtupfen und auf niedrigster
Stufe fönen (oder
noch besser: an der Luft
trocknen lassen!) schont
Haar und Haarwurzel. Vorsicht
ist natürlich auch beim
Kämmen geboten: Wer sich
mit allzu scharfzackigen
Bürsten und Kämmen auf
den Leib rückt, darf sich
nicht wundern, wenn er bald
nichts mehr zu kämmen hat!
Im Akutfall –
ab zum Arzt!
Wenn’s trotz der richtigen
Pflege beständig schütterer
am Haupt wird, ist unbedingt
ein Arzt zu konsultieren.
Dieser kann den konkreten
Ursachen auf die Spur kommen
und entsprechende Behandlungskonzepte
erstellen.
Gerade beim diffusen
Haarausfall (gleichmäßige
Ausdünnung des Haares)
werden bereits gute Ergebnisse
erzielt. Auch erblich
bedingter Haarausfall kann
heutzutage gut behandelt
werden. Zwar kommen einmal
verlorene Haare nicht
mehr zurück, das Fortschreiten
der „Krankheit“ kann
aber mittels spezieller Tinkturen
oder – wenn dies nichts
hilft – medikamentös gestoppt
werden. Erste Erfolge
sollten sich hier nach 4-6 Monaten
einstellen. Hilft alles
nichts, bleibt noch die operative
Möglichkeit einer Haartransplantation.
Wie in allen medizinischen
Fragen ist es wichtig, sich eingehend über Chancen und
Risiken der möglichen Behandlungsformen
zu informieren.
Bei erblichem Haarausfall
ist zudem zu beachten,
dass Krankenkassen die
Behandlung in der Regel
nicht zahlen. Und Achtung:
Finger weg von marktschreierisch
angepriesenen „Wunderprodukten“ – deren
Wirksamkeit ist durch nichts
bewiesen!
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