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Naturheilmittel
Weihrauch
Entzündungshemmend und schmerzlindernd
Weihrauch duftet nicht
nur lieblich, sondern
hat auch eine ungewöhnlich
lange Tradition in
der Erfah-rungsmedizin: Bereits
vor 5000 Jahren wurde
die Pflanze von der indischen
Naturheilkunde Ayur-veda
entdeckt und genutzt (z.B. zur
Behandlung von entzündlichen
Erkrankungen). Die Ägypter verwendeten Weihrauch
sodann zum Einbalsamieren
sowie als Räucher- und
Desinfektionsmittel. Die
christliche Kultur stand dem
Naturheilmittel zunächst
skeptisch gegenüber. Erst im
4. Jahrhundert n. Chr. hielt es
in unserem Kulturkreis Einzug
und fand Beachtung in
der Volksmedizin. Heute sind
die Inhaltsstoffe des Weihrauchs
fester Bestandteil der
Ganzheitsmedizin, aber auch
immer noch Gegen-stand intensiver
Forschung.
Wirkstoff
Boswelliasäuren
Aktuelle klinische Studien
belegen, dass die im Weihrauch
enthaltenen Boswelliasäuren
entzündungs-hemmend
wirken, z.B. bei Rheuma.
Der Wiener Allgemein- und
Komplementärmediziner
Dr. Ger-hard Hubmann, der
sich seit mehr als zehn Jahren
mit Weihrauch beschäftigt
und den Arbeitskreis „Praxis & Forschung“ in der Akademie
für Ganzheitsmedizin
(www.gamed.or.at) leitet, dazu: „Die Boswellia-Säure des
Weihrauchs greift in den
menschlichen Arachidonsäure-Zyklus ein. Diese Säure ist
eine Substanz, die bei Entzündungen
eine große Rolle
spielt. Von der Arachidonsäure
führen Wege zu Entzündungsmediatoren,
deren Synthese
Weihrauch selektiv
hemmen kann.“ In der klassi-schen
Rheumatherapie ist
dies die Aufgabe von Kortison
und NSAR (nicht-steroidale
Antirheuma-tika), die
aber schwere Nebenwirkungen
auslösen können. Diese
fallen bei Weihrauch weg, wie
Hubmann weiß: „Daher ersetze
ich bei nicht so schweren
Rheuma-Erkrankungen
die schulmedizi-nische Medikamententherapie
ganz oder
teilweise mit der pflanzlichen,
und ich habe sehr gute Erfolge
dabei!“
Vielseitiger
Weihrauch
Weihrauch hilft aber nicht
nur gegen Rheuma, sondern
auch gegen entzündliche
Darmerkrankungen wie Morbus
Crohn oder chronische
Colitis. Hubmann zu seinen
diesbezüglichen Behandlungserfolgen: „In fast allen
Fällen konnte ich den Einsatz
von Schmerzmitteln stark reduzieren!
Laut einer Studie
am AKH Wien hat hier der
indische Weihrauch Boswellia
serrata die gleiche Effektivität
wie Kortison, aber eben
ohne dessen Nebenwirkungen.“
Letztendlich zeigt die
Pflanze auch bei entzündlichen
Lungenleiden wie chronischer
Bronchitis und Ödemen
seine Heilkraft. Sogar
bei Gehirntumoren gibt es
positive Erkenntnisse: „Bei
Gehirntumoren gingen die Ödeme rund um das Karzinom
deutlich zurück, sodass
die Kortison-Therapie stark
reduziert werden konnte“,
freut sich der Mediziner.
Korrekte
Anwendung
Da die Kassen trotz zahlreicher
positiver klinischer Studien
Weihrauch als „Medizin“
noch nicht anerkennen, ist die
Anwendung bis dato nicht
ganz billig (30 bis 100 Euro
für eine Monatspackung).
Nicht nur aus diesem Grund
kommt der korrekten Anwendung
große Bedeutung
zu. Hubmann dazu: „Weihrauch-Tabletten müssen immer
zum Essen eingenommen
werden, denn damit
Weihrauch resorbiert wird
und überhaupt wirken kann,
ist Gallensäure notwendig –
und die wird während des Essens
produziert.“ Zudem verweist
der Experte auf die
richtige Dosierung: „Etwa
dreimal 400 Milligramm pro
Tag sind erforderlich, bei Unterdosierung
tut sich nichts!“
Achten sollte man übrigens
darauf, woher man die Tabletten
bezieht: Weihrauch gilt als
Nahrungsergänzungsmittel
und unter-liegt damit nicht
den strengen Kontrollen eines
Arzneimittels; unwirksamen
und verunreinigten Pro-dukten,
z.B. aus dem Internet,
sind somit Tür und Tor geöffnet!
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