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Gut unterwegs
mit neuem Knie
Evangelisches Krankenhaus-Wien führt in
Know-how und moderner Technologie
Zigtausende Menschen
hierzulande leiden an
einer schmerzhaften,
fortgeschrittenen Abnützung
des Kniegelenks. In der Fachsprache
nennt man diese
Krankheit Gonarthrose. Zu
Beginn merkt der Patient nur
Anlaufschmerzen nach längerem
Liegen oder Sitzen
und hat Beschwerden bei
extremen Belastungen. Das
Kniegelenk fühlt sich ein
wenig steif an. Unbehandelt
nehmen aber nach und nach
Schwellungen und Ergussbildungen
zu. Schon geringe
Belastungen wie das Wandern
auf etwas unebenem
Boden oder Stiegensteigen
verursachen dann immer
stärkere Schmerzen. Fazit:
Viele Betroffene ziehen sich
immer mehr zurück…
Wichtig: Wieder richtig
beugen und strecken!
Bereits rund 11.000 Österreicher
lassen sich jährlich, weil
nichts anderes mehr hilft, ein
künstliches Kniegelenk implantieren.
Nicht wenige davon
bewegt die Frage: „Werde
ich danach mein Knie
wohl wieder richtig beugen
und strecken können?“ Die
einfache Antwort lautet: Ja,
sofern man sich an ein spezialisiertes
Zentrum mit ausreichender
Erfahrung in
schonender OP-Technik und
neuester OP-Ausstattung mit
Computernavigation und
moderner Software zur optimalen
Bandspannung wendet.
Ein solches Spezialzentrum
ist die renommierte orthopädische
Abteilung des Evangelischen
Kranken-hauses in
Wien. Das dortige Expertenteam
unter Primarius Univ.-Prof. Dr. Gerald Pflüger setzt
jährlich nicht nur 400-500
künstliche Kniegelenke ein,
sondern schult auch Spezialisten
aus anderen Ländern
in optimalen Operationstechniken.
Prof. Pflüger erläutert,
warum heute mit Zuhilfenahme
neuester Technologie
nach dem Einsetzen des
künstlichen Gelenks eine
schmerzfreie und optimale
Kniefunktion möglich ist:
Exakte Anpassung
dank „Orthopilot“-Navigator
Pflüger: „Konkret tragen
zwei Dinge dazu bei: zum einen
Navigationssysteme wie
z.B. der soge-nannte Orthopilot,
ein hochmoderner Computer
zum ganz präzisen Einsetzen
des künstlichen Gelenks.
Dieses Gerät führt
praktisch die Hand des Operateurs.
Zum anderen eine
neue, hoch-moderne Software,
mit der sich schon vor
dem Eingriff eine ganz exakte,
Patienten-individuelle Balancierung
der Weichteile
(Muskeln und Kniebänder)
und die dafür optimal geeignete
Prothese bestimmen
lassen.“
Auch auf die optimale
Bandspannung kommt
es an!
Wie profitiert nun der Patient
konkret davon? Prof.
Pflüger: „Dank Orthopilot
und neuer Software gelingt es, einerseits die Prothese
ganz exakt anzupassen und
ein gerades Bein zu erzielen.
Dies ist ein Garant für
maximale Lebensdauer der
Kunstgelenke.
Da wir andererseits damit in
der Lage sind, auch die Spannung
der Kniebänder ganz
genau auszugleichen, kann
der Patient sein Knie schon
sehr bald wieder voll belasten,
es also schmerzfrei ausstrecken
und beugen. Dieser
Punkt ist von ganz besonderer
Bedeutung, denn wurde
etwa der so genannte Streckspalt
am Knie zu eng bemessen,
kann man sein Knie
nach der Operation nicht ohne
Schmerzen beziehungsweise
gar nicht ganz ausstrecken.“
Patientenstudie:
95% sind hochzufrieden!
Die bisherigen Ergebnisse
sprechen für sich: Rund 1.500
Patienten wurde am Evangelischen
Krankenhaus-Wien
bereits ein neues Kniegelenk
mit Hilfe des Orthopiloten
eingesetzt. Die meisten dieser
Operationen werden auf
minimal-invasivem Weg, also
besonders Patienten-schonend,
durchgeführt. Mit der
zusätzlichen, neuen Software
zur optimalen Ausbalancierung
von Streck- und Beugebewegung
wurden von Prof.
Pflüger und seinem Team bereits über 700 Patienten operiert.
Davon berichten 95%
von exzellenten, 5% von guten
Ergebnissen. Im Vergleich
dazu sind nach konventionellen
Kniegelenks-Operationen durchschnittlich
nur 3 von 4 Patienten
wirklich zufrieden.
Kontakt:
Evangelisches
Krankenhaus-Wien
Abt. für Orthopädie und
orthopädische Chirurgie,
Kompetenzzentrum für
minimalinvasive Chirurgie
Tel.: 01/40422-503
www.ekhwien.at
Prim. Univ.-Prof. Dr. Gerald
Pflüger, Tel: 01/4792979
OA Dr. Sabine Junk-Jantsch, Tel: 01/5053581
Neue Pumpe erspart jetzt postoperative Schmerzen:
Was man wissen sollte: Kurz nach dem Eingriff kann das Knie mitunter heftig schmerzen.
Daher erhalten Patienten üblicherweise – je nach Empfindlichkeit – starke Schmerzpräparate
oder Infusionen. Diese reduzieren die anfänglichen Beschwerden zwar, können aber zu
Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen, hartnäckiger Magen-Darm-Trägheit oder vorübergehenden
Herz-Kreislaufproblemen führen.
Wirkung nur dort, wo man es braucht
Jetzt eröffnet sich eine gute Alternative: Am orthopädischen Zentrum des Evangelischen
Kranken-hauses-Wien wurden in den letzten Monaten – erstmals in Österreich – an die
300 Knie-Patienten mit einem speziell entwickelten PAIN-BUSTER, d.h. einem gezielt eingesetzten
und mit einer automati-schen Schmerzpumpe verbundenen Schmerzkatheder,
behandelt.
Orthopädievorstand Dr. Gerald Pflüger: „Die kleine Ballonpumpe gibt dabei in den ersten ein
bis drei postoperativen Tagen kontinuierlich eine vom Anästhesisten genau berechnete
Menge schmerz-stillender Substanzen direkt ins Kniegelenk ab. Der Patient kann den etwa
tennisballgroßen Ballon in einem kleinen Beutel mit sich tragen und sein Bett jederzeit und
ohne Hilfe verlassen.“
Vorteile für den Patienten
Oberärztin Dr. Sabine Junk-Jantsch schildert die bisherigen Erfahrungen: „Unsere Patienten
fühlen sich in den ersten Tagen nach dem Eingriff wesentlich wohler, da die Schmerztherapie
mit dem speziellen QN-Q Pain-Buster gezielt am Ort der Schmerzentstehung wirkt und nicht
den ganzen Körper belastet. Rund 15% benötigten überhaupt kein zusätzliches Schmerzmittel
mehr. Die Patienten können erfreulicherweise rascher schmerzfrei ihr Knie bewegen, gehen,
wandern und auch wieder Stiegen steigen.“
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