GESUND & VITAL
Themen

 

 

Gerald Pflüger

Noch bevor der Patient erwacht,
wird die neben-wirkungsfreie
Schmerztherapie begonnen.


 

 


 

 

EKH-Wien

Seit Jahren ein bewährtes Team:
Orthopädievorstand Univ.-Prof. Dr. Gerald Pflüger
im Kreise seiner Spezialisten.
Alle Fotos: EKH-Wien

Gut unterwegs mit neuem Knie
Evangelisches Krankenhaus-Wien führt in Know-how und moderner Technologie

Zigtausende Menschen hierzulande leiden an einer schmerzhaften, fortgeschrittenen Abnützung des Kniegelenks. In der Fachsprache nennt man diese Krankheit Gonarthrose. Zu Beginn merkt der Patient nur Anlaufschmerzen nach längerem Liegen oder Sitzen und hat Beschwerden bei extremen Belastungen. Das Kniegelenk fühlt sich ein wenig steif an. Unbehandelt nehmen aber nach und nach Schwellungen und Ergussbildungen zu. Schon geringe Belastungen wie das Wandern auf etwas unebenem Boden oder Stiegensteigen verursachen dann immer stärkere Schmerzen. Fazit: Viele Betroffene ziehen sich immer mehr zurück…

Wichtig: Wieder richtig beugen und strecken!

Bereits rund 11.000 Österreicher lassen sich jährlich, weil nichts anderes mehr hilft, ein künstliches Kniegelenk implantieren. Nicht wenige davon bewegt die Frage: „Werde ich danach mein Knie wohl wieder richtig beugen und strecken können?“ Die einfache Antwort lautet: Ja, sofern man sich an ein spezialisiertes Zentrum mit ausreichender Erfahrung in schonender OP-Technik und neuester OP-Ausstattung mit Computernavigation und moderner Software zur optimalen Bandspannung wendet.

Ein solches Spezialzentrum ist die renommierte orthopädische Abteilung des Evangelischen Kranken-hauses in Wien. Das dortige Expertenteam unter Primarius Univ.-Prof. Dr. Gerald Pflüger setzt jährlich nicht nur 400-500 künstliche Kniegelenke ein, sondern schult auch Spezialisten aus anderen Ländern in optimalen Operationstechniken. Prof. Pflüger erläutert, warum heute mit Zuhilfenahme neuester Technologie nach dem Einsetzen des künstlichen Gelenks eine schmerzfreie und optimale Kniefunktion möglich ist:

Exakte Anpassung dank „Orthopilot“-Navigator

Pflüger: „Konkret tragen zwei Dinge dazu bei: zum einen Navigationssysteme wie z.B. der soge-nannte Orthopilot, ein hochmoderner Computer zum ganz präzisen Einsetzen des künstlichen Gelenks. Dieses Gerät führt praktisch die Hand des Operateurs. Zum anderen eine neue, hoch-moderne Software, mit der sich schon vor dem Eingriff eine ganz exakte, Patienten-individuelle Balancierung der Weichteile (Muskeln und Kniebänder) und die dafür optimal geeignete Prothese bestimmen lassen.“

Auch auf die optimale Bandspannung kommt es an!

Wie profitiert nun der Patient konkret davon? Prof. Pflüger: „Dank Orthopilot und neuer Software gelingt es, einerseits die Prothese ganz exakt anzupassen und ein gerades Bein zu erzielen. Dies ist ein Garant für maximale Lebensdauer der Kunstgelenke. Da wir andererseits damit in der Lage sind, auch die Spannung der Kniebänder ganz genau auszugleichen, kann der Patient sein Knie schon sehr bald wieder voll belasten, es also schmerzfrei ausstrecken und beugen. Dieser Punkt ist von ganz besonderer Bedeutung, denn wurde etwa der so genannte Streckspalt am Knie zu eng bemessen, kann man sein Knie nach der Operation nicht ohne Schmerzen beziehungsweise gar nicht ganz ausstrecken.“

Patientenstudie: 95% sind hochzufrieden!

Die bisherigen Ergebnisse sprechen für sich: Rund 1.500 Patienten wurde am Evangelischen Krankenhaus-Wien bereits ein neues Kniegelenk mit Hilfe des Orthopiloten eingesetzt. Die meisten dieser Operationen werden auf minimal-invasivem Weg, also besonders Patienten-schonend, durchgeführt. Mit der zusätzlichen, neuen Software zur optimalen Ausbalancierung von Streck- und Beugebewegung wurden von Prof. Pflüger und seinem Team bereits über 700 Patienten operiert. Davon berichten 95% von exzellenten, 5% von guten Ergebnissen. Im Vergleich dazu sind nach konventionellen Kniegelenks-Operationen durchschnittlich nur 3 von 4 Patienten wirklich zufrieden.

Kontakt:
Evangelisches Krankenhaus-Wien
Abt. für Orthopädie und orthopädische Chirurgie,
Kompetenzzentrum für minimalinvasive Chirurgie
Tel.: 01/40422-503
www.ekhwien.at

Prim. Univ.-Prof. Dr. Gerald Pflüger, Tel: 01/4792979
OA Dr. Sabine Junk-Jantsch, Tel: 01/5053581

 

Neue Pumpe erspart jetzt postoperative Schmerzen:

Was man wissen sollte: Kurz nach dem Eingriff kann das Knie mitunter heftig schmerzen. Daher erhalten Patienten üblicherweise – je nach Empfindlichkeit – starke Schmerzpräparate oder Infusionen. Diese reduzieren die anfänglichen Beschwerden zwar, können aber zu Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen, hartnäckiger Magen-Darm-Trägheit oder vorübergehenden Herz-Kreislaufproblemen führen.

Wirkung nur dort, wo man es braucht

Jetzt eröffnet sich eine gute Alternative: Am orthopädischen Zentrum des Evangelischen Kranken-hauses-Wien wurden in den letzten Monaten – erstmals in Österreich – an die 300 Knie-Patienten mit einem speziell entwickelten PAIN-BUSTER, d.h. einem gezielt eingesetzten und mit einer automati-schen Schmerzpumpe verbundenen Schmerzkatheder, behandelt.

Orthopädievorstand Dr. Gerald Pflüger: „Die kleine Ballonpumpe gibt dabei in den ersten ein bis drei postoperativen Tagen kontinuierlich eine vom Anästhesisten genau berechnete Menge schmerz-stillender Substanzen direkt ins Kniegelenk ab. Der Patient kann den etwa tennisballgroßen Ballon in einem kleinen Beutel mit sich tragen und sein Bett jederzeit und ohne Hilfe verlassen.“

Vorteile für den Patienten

Oberärztin Dr. Sabine Junk-Jantsch schildert die bisherigen Erfahrungen: „Unsere Patienten fühlen sich in den ersten Tagen nach dem Eingriff wesentlich wohler, da die Schmerztherapie mit dem speziellen QN-Q Pain-Buster gezielt am Ort der Schmerzentstehung wirkt und nicht den ganzen Körper belastet. Rund 15% benötigten überhaupt kein zusätzliches Schmerzmittel mehr. Die Patienten können erfreulicherweise rascher schmerzfrei ihr Knie bewegen, gehen, wandern und auch wieder Stiegen steigen.“

 

 >>zurück 

 

0