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Hubert Dreßler

Für den Mediziner und Geschäfts-führer von Sanofi-aventis, Dr. Hu-bert Dreßler, steht der Patient im Mittelpunkt:
„sanofi-aventis – früher unter dem Namen Hoechst AG bekannt
– blickt auf 85 Jahre Innovatio-nen bei Diabetes zurück und setzt sich dafür ein, Diabetikern inno-vative Produkte
und Injektions-hilfen anzubieten. Im Industriepark Hoechst in Frank-furt ging bereits 1923 das erste Insulin über den Produktionstisch.
Bis heute produ-zieren wir von Frankfurt aus In-suline und Insu-linpens für die ganze Welt. Man muss sich vor-stellen, dass täg-lich eine Million Pens in Frankfurt hergestellt wer-den. Mit Hilfe der derzeit verfügba-ren Medikamente ist es möglich, eine individuelle Therapie für den Patienten zusam-menzustellen und auch voll und ganz auf seine Bedürf-nisse, seinen Le-bensstil, abzu-stimmen. Gerade bei chronischen Erkrankungen ist das Service für Patienten die wichtigste Unter-stützung, die wir geben können. Wir sehen vor allem beim insulin-pflichtigen Dia-betiker den Be-darf, 24 Stunden 7 Tage die Woche mit kompetenten Mitarbeitern zur Verfügung zu ste-hen, um Fragen prompt zu beant-worten und Pro-bleme zu lösen. Zusätzlich bieten wir patientenge-rechte Informa-tionen auf un-serer Website www.diabetes portal.at. Die Diabetesberatung
ist für uns ein wei-teres zentrales Element der The-rapie. Nur wenn der Patient aus-reichend über Krankheit und Therapie infor-miert ist, kann er auch Verantwor-tung übernehmen.
Unsere Diabetes-beraterInnen sind in ganz Österreich
unterwegs und führen Schulungen für Patienten durch. Zusätzlich
bieten wir auf unserer Website einen Informa-tionsfilm für Pa-tienten an, der die häufigsten Fragen zur Insulinthe-rapie beantwortet und auch die Angst vor der Insulintherapie
nehmen soll.“


 

 


 

 

SoloSTAR

Hohe Dunkelziffer bei Diabetikern
Geschätzte 600.000 Menschen betroffen!

In Österreich sind derzeit 390.000 Diabetiker in Behandlung. Das besagt eine Statistik des Haupt-verbands der Österreichischen Sozialversicherungsträger. „Die reale Zahl ist wahrscheinlich weit höher“, meint der Präsident der Österreichischen Diabetesgesellschaft (ÖDG), Prof. Dr. Bernhard Ludvik. Schätzungen zufolge sind bis zu 600.000 Menschen in Österreich betroffen; bis zum Jahr 2025 rechnet der Experte mit doppelt so vielen Diabetes-Patienten.

Typ 1 und Typ 2 Diabetes

In der Diabetestherapie unterscheidet man Typ 1 Diabetes und Typ 2 Diabetes. Typ 1 Diabetes beginnt meist im Kindes- oder Jugendalter: Die Insulin produzierenden Zellen in der Bauchspeichel-drüse werden durch Immunprozesse zerstört. Die Folge ist ein Mangel des Hormons Insulin – die Patienten müssen immer Insulin spritzen.

Beim Typ 2 Diabetes, früher auch Altersdiabetes genannt, wird noch Insulin im Körper produziert, es kann jedoch nicht ausreichend wirken, weil die Körperzellen in Folge von zu viel Nahrung, zu wenig Bewegung und Übergewicht allmählich unempfindlich für Insulin werden und nur noch wenig Glukose aufnehmen können. Untersuchungen zeigen, dass Typ 2 Diabetiker oft viel zu spät diagnostiziert werden. Warum? Diabetes tut nicht weh! Wird die Krankheit aber nicht rechtzeitig behandelt und die Ernährung nicht angepasst, können schwere Folgeerkrankungen – Nierenversagen, Blindheit, Herz- und Gefäßerkrankungen sowie neurologische Störungen – auftreten.

HbA1c – Richtwert für Diabetes

Ein wichtiger Maßstab für die Einstellung des Diabetes ist der HbA1c-Wert, sozusagen das Lang-zeitblutzuckergedächtnis des Körpers. Jeder Zuckerkranke sollte seinen HbA1c-Wert kennen. Im Idealfall liegt dieser unter 6,5%. Wenn der HbA1c-Wert über 7% liegt, wird von Experten eine Insulintherapie empfohlen. Viele schrecken aber davor zurück und oft wird ein erhöhter HbA1c-Wert deshalb viel zu lange ignoriert.

Leichter Einstieg in die Insulintherapie

Dabei ist der Einstieg in die Insulintherapie leicht: Der erste Schritt ist die Basalunterstützte Orale Therapie (BOT) – eine Therapiemöglichkeit speziell für Typ 2 Diabetiker, bei denen blutzucker-senkende Tabletten allein nicht mehr ausreichen. Bei der BOT kann die bisherige Tablettentherapie beibehalten werden und es wird nur einmal täglich zusätzlich ein Basalinsulin gespritzt. Der Vorteil von Basalinsulin besteht darin, dass – im Idealfall – ein gleichmäßiger Insulinspiegel über bis zu 24 Stunden aufrechterhalten werden kann.

Reicht die Basalunterstützte Orale Therapie nicht aus, um die Blutzuckerspitzen nach dem Essen abzufangen, wird meist auf die Intensivierte Konventionelle Insulintherapie umgestellt. Dabei wird zusätzlich zum langwirksamen Basalinsulin ein kurzwirksames Mahlzeiten-Insulin eingesetzt. Neue Insulinanaloga können vor oder nach dem Essen appliziert werden: Der Diabetiker kann nun sein Insulin auf die Mahlzeit abstimmen und nicht wie früher die Mahlzeit auf die Insulindosis. So wird ein nahezu normales Leben für einen Diabetiker ermöglicht.

Schlusslicht Österreich

Obwohl moderne Therapien seit mehreren Jahren zur Verfügung stehen, wird in Österreich noch immer auf die Konventionelle Insulintherapie mit Mischinsulinen zurückgegriffen: Rund 65% der neu eingestellten Insulinpatienten werden so therapiert. Damit ist Österreich Schlusslicht im europäischen Vergleich. Unverständlich, denn bei dieser Therapieform kommen häufig sogenannte Hypoglykämien vor. Kalte Schweißausbrüche, Unruhe, Zittern, Frieren, Müdigkeit, Taubheitsgefühle und Konzentra-tions- und Koordinationsstörungen sind nur einige der Symptome. Diese Ereignisse verursachen bei vielen Patienten Angstzustände. Mit dem Basalinsulin können diese Hypoglykämien deutlich reduziert werden.

Spritzenangst ade!

Eine weitere Barriere bei der Insulintherapie ist die Selbstinjektion. Insulinpens haben sich in den vergangenen Jahren aber enorm entwickelt und haben nichts mehr mit der „Spritze zum Fürchten“ zu tun. Ein Insulinpen sieht wie ein Kugelschreiber aus, ist voll und ganz auf den Patienten abgestimmt und einfach und sicher in der Handhabung. Dabei gibt es Fertigpens und als Alternative Pens, bei denen die Patrone nach Verbrauch ausgewechselt werden kann – wie bei einer Füllfeder.

Der neueste Insulin-Fertigpen besticht durch einfaches Design und ist für langwirksame und kurz-wirksame Insuline erhältlich. Mit einer gut lesbaren Dosisanzeige und einer Farbgebung, die auch sehschwache oder farbenblinde Patienten unterscheiden können, ist er sicher in der Anwendung. Ein eigens dafür angebrachter Tastring schließt das Verwechslungsrisiko komplett aus. Erstmals können dabei bis zu 80 Einheiten Insulin pro Injektion verabreicht werden. Der Pen verfügt somit über den höchsten Dosierbereich aller Fertigpens. Dazu ist er einfach in der Handhabung: Der erforderliche Kraftaufwand konnte um mindestens 30% reduziert, die Schulungszeiten minimiert werden.

Barriere Erstattungssystem

Das einzige in Österreich zugelassene 24-Stunden-Basalinsulin ist 2nd-Line erstattet. Das bedeutet, dass Patienten symptomatische wiederkehrende nächtliche Hypoglykämien mit einem Insulin aus der grünen Box erleiden müssen, bevor sie eine Therapie mit Insulin glargin bewilligt bekommen.

In Anbetracht der Tatsache, dass das Produkt für Patienten ab sechs Jahren zugelassen ist, stellt Dr. Hubert Dreßler, Geschäftsführer von sanofi-aventis und ausgebildeter Mediziner, unmissverständlich klar: „Es ist unverantwortlich, wie in Österreich mit Patienten – speziell mit Kindern – umgegangen wird. Ich kann als Mediziner ethisch nicht verantworten, ein 6-jähriges Kind oder auch pflege-bedürftige Patienten in einen Hypo zu jagen, nur damit man die moderne Therapie bewilligt bekommt. Das ist ein Verhindern von Innovationen in Österreich!“

 

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