GESUND & VITAL
Themen

 

 


 

 


 

 

Gelbes Gold?
Curcuma ist mehr als nur ein Nahrungsmittel!

Curcuma
Nahrungs- und Heilmittel

Die Pflanze Curcuma kommt in verschiedenen Ausprägungen hauptsächlich in Südostasien und In-dien vor. Der Wurzelstock zeigt – frisch durchgeschnitten – eine gelbe Farbe (Farbstoff Curcumin), ältere Wurzeln sind mehr orangefarben und enthalten viel Öl (Curcumaöl). Die Hauptwurzel wird zu Heilzwecken verwendet, die Nebenwurzeln als Nahrungsmittel bzw. als Gewürz.

Curcuma als Nahrungsmittel

Curcumin findet weltweit Verwendung als Lebensmittelzusatzstoff mit der Nummer E100 zur Färbung von Nahrungsmitteln, z.B. bei der Herstellung von Margarine, Teigwaren, Kartoffelflocken, Reis-Fertiggerichten, Konfitüre, Marmelade oder Senf (oder wird als billiger Ersatz verwendet, um die Farbe von Safran in Gerichten vorzutäuschen). Darüber hinaus ist Curcumin auch Geschmacksträger der als Gewürz und Aromastoff verwendeten Gelbwurzel. Das Rhizom der Curcuma bildet einen traditionellen und wesentlichen Bestandteil von Currypulver.

Curcuma als Heilmittel

In Malaysia werden die Ausprägungen der Pflanze gegen Leberleiden und Gallenstauungen einge-setzt, in Indien beugt Curcuma als Blutreinigungsmittel verschiedenen Krankheiten, z.B. Wasser-pocken, vor. Es wird hier auch zur Beförderung der Gallenabsonderung gegeben, weiters bei schlei-migem und blutigem Stuhlgang, bei Amöben- und bazillärer Ruhr, bei Fieberkrankheiten der Kinder oder bei Magenerkrankungen. Heilende Wirkung wird der Pflanze auch bei Hitzediarrhoe, Darm-geschwüren, Hämorrhoiden und Gallensteinleiden zugeschrieben. Während der ersten vier Monate einer Schwangerschaft darf ein entspechendes Mittel nicht gegeben werden, dann wird es jedoch gern im Gemisch mit Tamarinde den schwangeren Frauen zur Blutreinigung empfohlen.

Anwendungsmöglichkeiten aus Sicht der westlichen Medizin

■ Fördert die Bildung von Gallensäuren und sorgt für eine bessere Entleerung der Gallenblase:
– bessere Fettverdauung
– günstiger Einfluss auf den Cholesterinspiegel
– Besserung bei Blähungen, Völlegefühl, dyspeptischen Beschwerden wie Druck und Schmerz im Oberbauch
– günstiger Einfluss auf den Blutzuckerspiegel
– bessere Eiweißverdauung (Erhöhung von Trypsin)
– fördert die Entgiftung

■ Antimikrobiell und entzündungshemmend:
– bei Helicobacter-induzierter Gastritis, Schleimhautaufbau
– bei chronischen Entzündungen, z.B. Rheuma

■ Antioxidativ:
– präventiv bei Arteriosklerose durch Hemmung der LDL-Peroxidation und Thrombozytenaggregation
– blutdrucksenkend
– senile Demenz

■ Antiallergisch (sowohl oral als auch lokal)

Curcuma als Heilmittel bei Krebs

Die Milz zu stärken und wieder mehr Lebensenergie aus der Nahrung bereitzustellen, ist auch ein wichtiges Anliegen in der Krebsbegleittherapie. Die amerikanische Krebsgesellschaft empfiehlt dabei das Gewürz genauso wie die deutsche oder österreichische Gesellschaft für Onkologie. Ausgegangen ist die Entdeckung des Curcuma in der westlichen Onkologie von einem Krebskongress im Mai letzten Jahres in den USA, wo neben konservativen Methoden (Chemotherapien) Curcuma als ein-ziges Nahrungsmittel als außerordentlich wirksam dargestellt wurde – und das beim besonders ag-gressiven Bauchspeicheldrüsenkopfkrebs! Seitdem empfehlen die onkologischen Gesellschaften weltweit Curcuma zur Prävention und zur Behandlung von Krebs, egal, um welchen Tumor es sich handelt.

Dr. Gerhard Hubmann
Arzt für Allgemeinmedizin
Leiter des Arbeitskreises „Praxis & Forschung“
in der Akademie für Ganzheitsmedizin
www.gamed.or.at

 

 >>zurück 

 

0