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Curcuma
Nahrungs- und Heilmittel
Die Pflanze Curcuma
kommt in verschiedenen
Ausprägungen
hauptsächlich in Südostasien
und In-dien vor. Der Wurzelstock
zeigt – frisch durchgeschnitten – eine gelbe Farbe
(Farbstoff Curcumin), ältere
Wurzeln sind mehr orangefarben
und enthalten viel Öl
(Curcumaöl). Die Hauptwurzel
wird zu Heilzwecken verwendet,
die Nebenwurzeln
als Nahrungsmittel bzw. als
Gewürz.
Curcuma als
Nahrungsmittel
Curcumin findet weltweit
Verwendung als Lebensmittelzusatzstoff
mit der Nummer
E100 zur Färbung von
Nahrungsmitteln, z.B. bei der
Herstellung von Margarine,
Teigwaren, Kartoffelflocken,
Reis-Fertiggerichten, Konfitüre,
Marmelade oder Senf
(oder wird als billiger Ersatz
verwendet, um die Farbe von
Safran in Gerichten vorzutäuschen).
Darüber hinaus ist
Curcumin auch Geschmacksträger
der als Gewürz und
Aromastoff verwendeten
Gelbwurzel. Das Rhizom der
Curcuma bildet einen traditionellen
und wesentlichen
Bestandteil von Currypulver.
Curcuma als Heilmittel
In Malaysia werden die Ausprägungen
der Pflanze gegen
Leberleiden und Gallenstauungen
einge-setzt, in Indien
beugt Curcuma als Blutreinigungsmittel
verschiedenen
Krankheiten, z.B. Wasser-pocken,
vor. Es wird hier auch
zur Beförderung der Gallenabsonderung
gegeben, weiters
bei schlei-migem und blutigem
Stuhlgang, bei Amöben- und bazillärer Ruhr, bei
Fieberkrankheiten der Kinder
oder bei Magenerkrankungen. Heilende Wirkung
wird der Pflanze auch bei
Hitzediarrhoe, Darm-geschwüren,
Hämorrhoiden und Gallensteinleiden
zugeschrieben.
Während der ersten vier
Monate einer Schwangerschaft
darf ein entspechendes
Mittel nicht gegeben werden,
dann wird es jedoch gern im
Gemisch mit Tamarinde den
schwangeren Frauen zur Blutreinigung
empfohlen.
Anwendungsmöglichkeiten aus Sicht der westlichen Medizin
■ Fördert die Bildung von Gallensäuren und sorgt
für eine bessere Entleerung der Gallenblase:
– bessere Fettverdauung
– günstiger Einfluss auf den Cholesterinspiegel
– Besserung bei Blähungen, Völlegefühl, dyspeptischen Beschwerden wie Druck und Schmerz im Oberbauch
– günstiger Einfluss auf den Blutzuckerspiegel
– bessere Eiweißverdauung (Erhöhung von Trypsin)
– fördert die Entgiftung
■ Antimikrobiell und entzündungshemmend:
– bei Helicobacter-induzierter Gastritis, Schleimhautaufbau
– bei chronischen Entzündungen, z.B. Rheuma
■ Antioxidativ:
– präventiv bei Arteriosklerose durch Hemmung der LDL-Peroxidation und Thrombozytenaggregation
– blutdrucksenkend
– senile Demenz
■ Antiallergisch (sowohl oral als auch lokal)
Curcuma als
Heilmittel bei Krebs
Die Milz zu stärken und wieder
mehr Lebensenergie aus
der Nahrung bereitzustellen,
ist auch ein wichtiges Anliegen
in der Krebsbegleittherapie.
Die amerikanische
Krebsgesellschaft empfiehlt
dabei das Gewürz genauso
wie die deutsche oder österreichische
Gesellschaft für
Onkologie. Ausgegangen ist
die Entdeckung des Curcuma
in der westlichen Onkologie
von einem Krebskongress
im Mai letzten Jahres in
den USA, wo neben konservativen
Methoden (Chemotherapien)
Curcuma als ein-ziges
Nahrungsmittel als außerordentlich
wirksam dargestellt
wurde – und das
beim besonders ag-gressiven
Bauchspeicheldrüsenkopfkrebs!
Seitdem empfehlen
die onkologischen Gesellschaften
weltweit Curcuma
zur Prävention und zur Behandlung
von Krebs, egal,
um welchen Tumor es sich
handelt.
Dr. Gerhard Hubmann
Arzt für Allgemeinmedizin
Leiter des Arbeitskreises „Praxis & Forschung“
in der Akademie für
Ganzheitsmedizin
www.gamed.or.at
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