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Gesundheitstrend „BIO":
Nicht vitaminreicher als andere Produkte, aber weniger belastet!
Die Qualität von Obst und Gemüse in Deutschland und Österreich wird immer besser. Zum einen boomt der Markt der Bio-Produkte, zum anderen setzen Bauern in der konventionellen Landwirt-schaft immer weniger Pflanzenschutzmittel ein. Die Frage, die sich aufdrängt: Sind Bio-Produkte auch wirklich gesünder?
Umstritten ist unter Wissenschaftlern, ob es Unterschiede im Vitamingehalt gibt. „Etliche Studien deu-ten darauf hin, dass biologisch erzeugtes Blattgemüse reicher an Vitamin C und Antioxidantien ist“, betont Alberta Velimirov vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau Österreich. Andere Exper-ten widersprechen dem. „Aus ernährungsphysiologischer Sicht besteht kein wesentlicher Unterschied zwischen bio und nicht-bio“, meint etwa Silke Restemeyer von der Deutschen Gesellschaft für Ernäh-rung und gibt deshalb folgenden Rat: Beim Einkauf das Obst und Gemüse der Saison und aus der Region auswählen, es erntefrisch verzehren und eine lange Lagerung vermeiden, da sonst wichtige Vitamine und Mineralstoffe verloren gehen.
Boomender Bio-Markt!
Inzwischen greift jeder fünfte Deutsche häufig zu Bio-Produkten, in Österreich sind es gar 62 Pro-zent, die ein bis zwei Mal pro Woche Bio-Lebensmittel kaufen. Obwohl diese Ware teurer ist als die konventionell hergestellte, boomt der Markt der Bio-Produkte: Die Verbraucher wollen Schadstoffe in der Nahrung vermeiden, sich gesund ernähren und regionale Produkte fördern. Bio-Gemüse und -Obst unterliegen neben allgemeinen Schadstoffrichtlinien auch den strengen Vorschriften der EU-Öko-Verordnung. Diese untersagt den Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel sowie von Kunstdünger. Überwacht wird die Einhaltung dieser Vor-schriften von staatlich authorisierten Kontrollstellen.
Die Bio-Idylle ist aber nicht ganz ungetrübt: Alle Landwirte, auch die Bio-Bauern, kommen nicht ganz ohne Pflanzenschutz aus! Unterm Strich verwenden Bio-Produzenten aber nicht nur andere, sondern auch deutlich geringere Mengen an Pflanzenschutzmitteln. „Bei unseren Tests stellen wir regelmäßig fest, dass Bio-Produkte weniger mit Pestiziden belastet sind als Produkte aus konventionellem Anbau“, bestätigt Janine Schwarzkopf, Lebensmittelchemikerin bei der Stiftung Warentest. In jedem Fall gilt: Obst und Gemüse sollte man stets gründlich und unter fließend warmem Wasser abspülen oder abreiben.
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