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Rituximab: andocken
an die B-Zellen bei
Rheumatoider Arthritis


 

 

 

Biotechnologie-Produktion Roche®

Forschen nach neuen Medikamenten:
Was heißt das?
1 000 000 000 Dollar Investition
7 000 874 Arbeitsstunden
6 587 Experimente
423 Forschende
= 1 Medikament

Bis ein neu entdeckter Wirkstoff seinen Weg in Form eines Medikaments bis zum Patienten findet, vergehen im Durchschnitt 10-12 Jahre. Aber nur einer von 10.000 untersuchten Wirkstoffen schafft diesen Weg tatsächlich. Die Entwicklung eines einzigen neuen Medikaments kostet mittlerweile bis zu einer Milliarde Euro. Pharmaforschung bedeutet heute internationale Zusammenarbeit von Forschungsteams, die oft jahrelange, mühsame Suche nach Molekülen, die sich als wirksam gegen eine bestimmte Krankheit und damit als Grundlage für neue, hoch wirksame Medikamente erweisen. Und: Pharmaforschung bedeutet für die forschenden Pharmaunternehmen das Eingehen eines hohen Risikos, wobei Erfolg oder Misserfolg lange ungewiss bleiben können.

Wie Roche Krankheiten auf den Grund geht

Eines der am intensivst forschenden Unternehmen ist das Schweizer Pharmaunternehmen Roche mit Hauptsitz in Basel, das gerade im Bereich der Krebsforschung weltweit führend ist.

Rund 14 Millionen Euro werden pro Tag für den Bereich Medikamentenforschung und Entwicklung ausgegeben. Gerade Krebsmedikamente von Roche zählen zu den wichtigsten Arzneimitteln zur Bekämpfung der Krankheit, die dem Patienten das Wichtigste im Leben schenken können: Zeit.
Jedes dieser Medikamente besitzt einen einzigartigen Wirkmechanismus, der das Wachstum von Tumoren stoppen kann. Krebs ist nämlich nicht gleich Krebs, sondern eine komplexe Krankheit mit bislang über 250 bekannten Formen. Seine Entstehung beruht auf zahlreichen Veränderungen in den betroffenen Zellen. Daher ist gerade Krebs nicht einfach zu bekämpfen.

Allgemein investiert Roche umfassend in die Forschung und Entwicklung neuer Wirk- stoffe und Diagnoseverfahren und ergänzt seine eigenen weltweiten Forschungsaktivitäten durch zahlreiche Kooperationen mit Universitäten, Forschungsinstituten sowie Biotechnologie-Unternehmen. Roche Austria Kommunikationsleiterin
Nicole Gorfer: „Als weltweit größtes Biotechnologie-Unternehmen nutzen wir die neuesten Erkenntnisse und Technologien dann zur Entwicklung unserer Produkte.“
Innovative Biopharmazeutika können diesen Angriff unseres Immunsystems abwehren. Forschungserkenntnisse kommen dann dem Patienten in Form von neuartigen Medikamenten zugute. In-novative Biopharmazeutika können Angriffe unseres Immunsystems abwehren: die Antikörper Rituximab oder Tocilizumab (ab dem Frühjahr 2009 in Österreich), die bei der Krankheit Rheumatoider Arthritis zum Einsatz kommen, greifen z.B. gezielt in den molekularen Ablauf der Krankheit ein, ohne das gesamte Immunsystem zu schwächen. Dieser neue Wirkmechanismus lindert die Schmerzen und hindert die Krankheit am Fortschreiten.

Die Zukunft: Medizin wird „persönlich”

Jeder Mensch ist anders – und jede Krankheit auch. Die präzise Diagnose einer Erkrankung ist daher der Schlüssel zur erfolgreichen Behandlung, denn es gilt immer: Je früher eine Krankheit erkannt wird, desto besser. Biomarker – das sind Bestandteile unserer Körper- zellen, die als Hinweis auf eine Krankheit dienen können – erlauben es dem Arzt künftig, schneller und zuverläs-
siger zu erkennen, welche Krebsform vorliegt.

Neue Tumormarker können auch dazu beitragen, Tumorzellen aufzuspüren – lange bevor erste Symptome sichtbar werden. Mit diesem Wissen kann der Arzt eine zielgerichtete und effektive Therapie einleiten. Rheumatoide Arthritis ist zum Beispiel eine der häufigsten Autoimmunkrankheiten. Die gängigen Medikamente wirken bei 30 – 40 % von weltweit rund 21 Millionen Betroffenen nicht ausreichend oder werden schlecht vertragen. Es muss aber eine ganze Reihe von Symptomen vorliegen, damit ein Arzt die Diagnose „rheumatoide Arthritis“ mit Sicherheit stellen kann. Die Patienten sind zu diesem Zeitpunkt meist schon beeinträchtigt und ihre Gelenke geschädigt. Biopharmazeutisch hergestellte Medikamente bereiten deshalb den Weg für eine neue Therapie, die das Fortschreiten der Krankheit aufhalten sowie Schmerzen und Gelenkschädigungen vorbeugen kann.

Roche forscht danach, diese Krankheit mit einem zuverlässigen Biomarker in einem diagnostischen Test früher zu erkennen. Nur so gelingt es, rechtzeitig in das Krankheitsgeschehen einzugreifen und Gelenkschädigungen und Behinderungen durch die richtigen Medikamente vorzubeugen. Erkenntnisse über Ursache und Verlauf von Krankheiten auf molekularer Ebene erlauben also die Entwicklung verbesserter Diagnose- und Therapiemöglichkeiten. Jeder Mensch ist anders – deshalb wird der Ansatz „ein Mittel für alle“ personalisierten Lösungen weichen.

Wie Roche arbeitet:
- Roche hat sich auf die frühzeitige Erkennung und Behandlung von komplexen Krankheiten spezialisiert. Man konzentriert sich auf jene Krankheitsgebiete, für die ein hoher medizinischer Bedarf besteht: dazu zählen Krebs- und Viruserkrankungen, Erkrankungen des Stoffwechsels und des Zentralnervensystems ebenso wie Entzündungs- und Autoimmunkrankheiten (z.B. Rheumatoide Arthritis).
- Moderne Medikamente, aber auch die Produktion von diagnostischen Instrumenten und Tests für die rasche und zuverlässige Diagnose sowie die Überwachung von Krankheiten durch den Arzt, das Labor oder den Patienten selbst (zum Beispiel bei Diabetes) bilden die beiden Säulen des Unternehmens.
- Roche hat Niederlassungen in über 150 Ländern – und ist noch immer in Familienbesitz. Vor über 100 Jahren wurde Roche in Österreich gegründet: In einer kleinen Niederlassung mit wenigen Mitarbeitern produzierte man schon damals wichtige Medikamente – freilich noch unter anderen Bedingungen als heute. „Wenn es um Krankheiten geht, gibt es so viele Fragen wie Menschen. Bei Roche haben wir nicht auf jede Frage eine Antwort – aber Wissen, um zu helfen. Das hat sich in über 100 Jahren nicht verändert“, sagt Beat Kasper, Geschäftsführer von Roche Austria. In Österreich arbeitet Roche an 2 Standorten mit 3 eigenständigen Niederlassungen und rund 750 Mitarbeitern: Wien ist Vertriebsstandort von Roche Austria (Pharma) und Roche Diagnostics, in Graz befindet sich eine Produktionsstätte für diagnostische Geräte und Instrumente, die Arzt und Labormitarbeiter bei der zuverlässigen Diagnose und Überwachung von Krankheiten unterstützen. 2007 feierte Roche 100-jähriges Bestehen in Österreich.

 

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