GESUND & VITAL
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„Kann ich alleine
auf der geraden
Linie gehen?“


Univ.-Doz. Prim. Dr. Peter Peichl, Leiter der Rheuma- und Sturzambulanz


 

 

Gefährliches Heim:
Stürze im Alter sind Todesursache Nr. 1!
Spezieller Mobilitätstest deckt jetzt das persönliche Risiko auf

Eine traurige Bilanz: Jährlich verletzen sich 71.000 Senioren durch Ausrutschen oder Stolpern (zumeist in ihren vier Wänden) so schwer, dass sie zur Behandlung ins Spital müssen.

Bereits ab 60 ist das Risiko hoch! Die besondere Tragik: 50% aller, die sich dabei eine Schenkelhalsfraktur zugezogen haben, sterben innerhalb eines Jahres an den Folgen. Bei anderen resultiert der Sturz nicht selten in Bettlägerigkeit oder gar dauerhafter Pflegebedürftigkeit.
Die Wahrscheinlichkeit, dass eine über 50-Jährige irgendwann an den Folgen eines Oberschenkelhalsbruchs stirbt, ist übrigens ebenso groß wie das Todesrisiko durch Brustkrebs!
Die stiefmütterliche Behandlung des Themas „Stürze im Alter war auch einer der Schwerpunkte der Sommerakademie der österreichi-schen Apothekerkammer. Mangelnde Gangsicherheit und Gefahr des Oberschenkelhalsbruchs seien auch in Ärztekreisen ein noch viel zu wenig beachtetes Thema, so die Expertenmeinung.

Sturzprophylaxe ist aber nicht zuletzt deshalb so schwierig, weil die Ursachen vielfacher Natur sind. Sie reichen von Muskelschwäche aufgrund mangelnder Bewegung über neurologische Erkrankungen und Gelenkserkrankungen bis hin zu Sturzfallen in der eigenen Wohnung. Auch manche Medikamente – vor allem Beruhigungs- und Schlafmittel – können aufgrund ihrer Nebenwirkungen die Gefahr zu stürzen erhöhen.

Erster Schritt zur Sturzvorbeugung:
Ambulanter Risikotest

Wie gefährdet ist man selbst? Sein persönliches Risiko kann man jetzt gezielt testen lassen und damit einen ersten Schritt setzen, um weiteren gefährlichen Stürzen vorzubeugen: Seit Anfang September gibt es in der Ambulanz des Evangelischen Krankenhauses wieder die Möglichkeit, sich zum Unkostenbeitrag von 9 Euro einem ganz gezielten, etwa 20-minütigen Mobilitätstest zu unterziehen. Man macht dabei einige leicht auszuführende Übungen, die dem Arzt wertvollen Aufschluss über Beweglichkeit und Koordinationsvermögen geben.

Im Abschlussgespräch erhält man eine Reihe von Empfehlungen, bzw. kann sich im Bedarfsfall im angeschlossenen Diagnostikinstitut näher untersuchen lassen.

Nähere Infos zum Sturztest und Voranmeldungen:
Evangelisches Krankenhaus
Tel.: 01/40 422-2802 DW

Wertvolle Tipps und Broschüren zur Sturzvermeidung bieten u. a. das Kuratorium für Verkehrssicherheit unter der Tel.-Nr. 05 77 077-0, www.kfv.at, sowie das Sozialministerium unter der kostenfreien Hotline: 0800/ 20 20 74 und über E-Mail: broschuerenservice@bmsk.gv.at

 

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