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Hanfmesse cultiva 2008
...verbindet Kulturen

Von 10. – 12. Okt. findet in der Eventpyramide in Vösendorf bei Wien erstmalig die internationale Hanfmesse CULTIVA statt. Die 42 m hohe Glaspyramide und der botanische Garten bieten den optimalen Rahmen für die Präsentation einer Pflanze (Cannabis sativa) um die sich so viele Geheimnisse ranken. 3 Tage lang werden über 70 Aussteller aus aller Welt zeigen was aus Hanf entstehen kann.
Parallel zur Messe findet der erste Hanfkongress in Österreich statt bei dem Referenten aus allen Bereichen über die lange Tradition und die unzähligen Einsatzmöglichkeiten der Hanfpflanze berichten. Ärzte und Mediziner sprechen über den Nutzen bei verschiedenen Erkrankungen und über laufende Projekte und Initiativen. Referenten aus der Bauindustrie sprechen über Hanf als den Baustoff der Zukunft. Ernährungswissenschaftler unterstreichen den hohen Gesundheitswert und die Organisation check-it beleuchtet das Thema Drogen und Gesellschaft.
Der Veranstalter Mag. Harry Schubert betreibt seit 10 Jahren den Hanfshop Bushdoctor in Wien 7 und hat in dieser Zeit viele Erfahrungen rund um die Hanfpflanze gesammelt: „Es ist an der Zeit, dass die Hanfpflanze eine Plattform erhält auf der alle Bereiche offen diskutiert werden können. Durch die Kriminalisierung des Hanfkonsums bleibt der gesamte Nutzen der Pflanze oft außer acht und es bedarf viel Information die Pflanze zu rehabilitieren und sie zurückzubringen wo sie bereits lange Zeit war – nämlich zur Kulturpflanze, die der Menschheit nützt.“ Näheres am 10. – 12.10.2008 in der Pyramide!

Hanf als Industriepflanze

Hanf gilt als einer der ertragreichsten nachwachsenden Rohstoffe unserer Erde. Die Geschichte der Pflanze geht weit in die Menschheitsgeschichte zurück. Der erste bekannte Webstoff wurde im 8. Jahrtausend v. Chr. aus Hanffasern erzeugt und ab dem 5. Jahrtausend v. Chr wurden sämtliche Textilien und Seile aus Hanf gefertigt. Die Schifffahrt war ohne Hanf nicht denkbar. Hanf war der Hauptlieferant für Papier und die erste amerikanische Papierfabrik verarbeitete Hanf. Die Gutenbergbibel wurde auf Hanf gedruckt und Hanf ist für die Erhaltung der Meisterwerke der Malerei verantwortlich. Neben den Leinwänden aus Hanffasern waren die Farben mit Hanföl hergestellt und durch die Widerstandsfähigkeit gegen Hitze und Insekten sind Bilder von Rembrandt, Van Gogh und vielen namhaften Künstlern heute noch erhalten.
Die wissenschaftliche Fachliteratur ist sich einig, dass vom 1. Jahrtausend v. Chr. bis in die 2 Hälfte des 19. Jahrhunderts Hanf die auf unserem Planeten am häufigsten angebaute Feldfrucht war und die Grundlage für einen der wichtigsten Gewerbezweige mit Tausenden von Waren und Unternehmen bildete.

Industrielle Revolution – Hanfprohibition

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Erdöl und die industrielle Lobby zum erklärten Gegner der Hanfpflanze. Die Kunstfaser sollte die Hanffaser verdrängen. Hanf wurde durch eine weltweite von Amerika ausgehende Kampagne als illegal erklärt und sollte das industrielle Wachstum nicht länger behindern. Das weltweite Verbot, Hanf zu konsumieren, brachte den Stillstand in Förderung und Forschung mit sich.

Die Wiederentdeckung von Hanf

Nachdem die Natur nun bis an seine Grenzen belastet und die Menschheit von fossilen Brennstoffen krank und wirtschaftlich abhängig ist, taucht wieder die Pflanze auf die schon die längste Zeit auf ihren Wiedereinsatz wartet.
Hanf ist wegen seiner problemlosen Zucht und vollständigen Nutzbarkeit ideal. Die Pflanze ist äußerst schädlingsresistent, pflegeleicht und produziert mehr Biomasse als jede andere heimische Nutzpflanze. Der Anbau von Hanf ist ökologisch besonders wertvoll, da er den Boden praktisch nicht auslaugt. Durch die feinhaarige und flache Bewurzelung bleibt der Boden reich an Sauserstoff und kann sich gut regenerieren. Hanf ist daher als Wechselfrucht besonders geeignet.

Hanf in der Medizin

Die Hanfpflanze verfügt über eine Vielzahl an Inhaltsstoffen, die in der Naturheilkunde schon lange genutzt werden und die in der modernen Medizin immer mehr an Bedeutung gewinnen.
Durch seine Vielfalt an Einsatzmöglichkeiten und seine praktisch nebenwirkungsfreie Anwendbarkeit ist Hanf heute eine wertvolle Medizinalpflanze. Hanf kann nach gängiger Meinung bei folgenden Erkrankungen erfolgreich eingesetzt werden:

- neuropathische und entzündungsbedingte Schmerzen
- Spasmen infolge von Querschnittslähmung oder beim Tourette Syndrom
- Morbus Chron
- Brechreiz und Appetitlosigkeit infolge von Chemotherapie oder Aids
- Grauer Star
- Schlafstörungen
- Tumoren
- Stimmungsaufhellung
- Bronchienerweiterung bei Asthma
- Multiple Sklerose

1964 konnte der israelische Mediziner Raphael Mechoulam das, für die berauschende Wirkung verantwortliche Molekül THC (Tetrahydrocanabinol) isolieren, welches in Folge im Labor nachgebaut und in Amerika 1975 patentiert wurde.

Seit kurzer Zeit gibt es einen Mundspray, besonders geeignet bei neuralen und muskulären Erkrankungen, der auch mit den natürlichen Wirkstoffen der Pflanze ausgestattet ist.

Seit 1. Juli 2008 ist der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) der Hanfanbau für die Gewinnung von THC gestattet. Die AGES ist dem Gesundheitsministerium unterstellt und unter optimalen wissenschaftlichen Bedingungen kann erstmals die Züchtung von Hanfpflanzen zu medizinischen Zwecken erfolgen.

Medikamente mit dem Wirkstoff der Hanfpflanze sind in Österreich chefarztpflichtig und unterliegen gewissen Auflagen. Die Organisation „Cannabis als Medizin“ CAM (www.cannabismedizin.at), eine Vereinigung von Ärzten, Apothekern und Wissenschaftlern, befasst sich mit allen Fragen um den Einsatz von Hanfpräparaten in der Praxis.
Der Verein CAM gehört zu dem Dachverband IACM (www.cannabis-med.org), welcher mit Sitz in Deutschland ein europäisches Netzwerk rund um den Hanf in der Medizin erreichtet hat. Neben der Betreuung vieler Patienten gehört auch die politische Tätigkeit und die Forschungsarbeit zu den Zielen des Verbandes.

Die Erfolgsbilanz der Hanfpflanze:
- Der Einsatz von Hanf in der Textilindustrie wäre die beste Alternative zur höchst umweltbelastenden Baumwollproduktion.
- Hanf kann mehr CO2 als jede andere Pflanze binden und in verwertbare Energie umsetzen.
Hanf als Wärmelieferant bietet die beste Vorraussetzung als Alternative zu Holz, Kohle, Öl und Gas.
- Hanf kann als Treibstoff in Form von Pflanzenöl und Biodiesel genutzt werden.
- Hanf ist ein hervorragender, ungiftiger Wärmedämmstoff und Baumaterial.
- Hanf ist aufgrund seiner Nährstoffzusammensetzung ideal als Tiernahrung.
- Hanf ist eine ebenbürtige Alternative zum bodenbelastenden Sojaanbau.
- Hanf hilft als einziges Medikament bei gewissen Erkrankungen.
- Hanf hilft den enormen Bedarf von Opiaten in der Schmerztherapie zu reduzieren.
- Hanf ist ein ungiftiges Genussmittel mit dem geringsten Suchtpotential.

hanfmesse cultiva 2008
10. – 12. Oktober 2008,
Eventpyramide/Vösendorf bei Wien,

Infos & Vorverkauf:
Bushdoctor-Shops
T. 02236/377 071
info@cultiva.at
www.cultiva.at

 

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