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Wenn’s mit den Klappen nicht mehr klappt…
Venenleiden haben viele Anzeichen, daher: Rechtzeitig zum Arzt!
Stau, Hitze, stundenlanges Autofahren – endlich am Ziel angekommen, sind dann oft die Unterschenkel angeschwollen und die Schuhe plötzlich zu eng. Ganz so, wie man es auch von längeren Flugreisen her kennt. Schuld daran ist die mangelnde Aktivierung der Wadenpumpe beim Sitzen. Die Venenklappen schließen nicht mehr richtig und pumpen zuwenig Blut aus den unteren Extremitäten in den Körper zurück. Die Folge: Das Blut versackt in den Beinvenen, was zu Schwellungen führt.
Gehen diese nicht nach einigen Stunden von allein zurück und neigt man generell zu schweren, geschwollenen Beinen, ist ein Venentest angeraten“, so Internist und Gefäßexperte Prim. Dr. Maca aus Wien.
Diese kurze, schmerzfreie Ultraschall-Untersuchung gibt wertvollen Aufschluss über den Zustand der Venenklappen. Weist man zusätzlich mehrere der unten stehenden Risikofaktoren auf, ist speziell im Sommer eine ärztliche Konsultation angeraten.
Risikofaktoren
Als Risikofaktoren gelten Übergewicht, Rauchen, die Pille sowie Hormonersatztherapien und auch die genetische Veranlagung. „Es gilt: Je früher man die Gefäßfestigung und Aktivierung der Wadenpumpe fördert, desto länger kann man Venenerkrankungen wie Krampfadern oder gefährliche Thrombosen hintanhalten“, erläutert der Arzt, der eine spezielle Gefäßambulanz am Evangelischen Krankenhaus ins Leben gerufen hat.
Prim. Dr. Maca: „Viele Menschen haben neben dem Venenleiden auch Durchblutungsstörungen in den Arterien. Das muss man rechtzeitig erkennen, damit der Patient insgesamt richtig behandelt wird.“
Was man selbst tun kann:
Als Vorbeugung empfehlen Experten neben viel Flüssigkeitszufuhr und möglichst häufigem Barfußgehen (Wichtig: Ferse zuerst, dabei aktiviert ein gesunder Fuß die Wadenpumpe am besten) auch regelmäßige Übungen: Kreisen der Knöchel im Uhrzeiger- und im Gegenuhrzeigersinn, abwechselndes Strecken und Heranziehen der Zehen sowie Auf-die-Zehenspitzen-Stellen und Absenken. Kalte Güsse vom Knie abwärts bringen Erleichterung. Ganz wichtig sind regelmäßige Aktivitäten wie Wandern, Nordic Walking, Radfahren oder Schwimmen, um Krampfadern und dem damit einhergehenden, erhöhten Thromboserisiko vorzubeugen.
Sommertipps von Venenspezialist Dr. Thomas Filipitsch für Ihre Beine:
• auf längeren Reisen Stütz-strümpfe tragen
• Bei bekannter Venenschwäche vor Reiseantritt
zum Arzt zwecks etwaigem Thromboseschutz
• Beine nicht zu lange der Sonne aussetzen,
denn das begünstigt neben Krampfadern auch „Besenreiser“
• keine engen Schuhe und keine einengende Bekleidung tragen
OA Dr. Thomas Filipitsch
Ordi-Tel.: 0676/5443393
Gefäßambulanz am
Evangelischen Krankenhaus-Wien:
Tel.: 01/40422-2802
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