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Peter Peichl

Knochenschwund-Diagnose:
Zusätzlich zur Knochendichte-messung sollten auch Blutunter-suchungen ge-macht werden, meint Prim. Priv.-Doz. Dr. Peter Peichl, Msc, Spe-zialist für Osteo-logie und Rheu-matologie am Evangelischen
Krankenhaus-Wien.

Foto:
Evang. Krankenhaus / Patra Spiola


 

 


 

 

Foto: Diagnostikzentrum-Währing

Osteoporose: Risiko schon früh feststellbar
Knochendichtemessung ist wichtig, reicht aber allein nicht aus

Jede 4. Frau trifft’s nach der Menopause, rund 700.000 ÖsterreicherInnen leiden insgesamt darunter: Osteoporose gilt weltweit als die größte Bedrohung für Gesundheit und Leben der reifen Frau. Denn die krankhaft schwindende Knochenmasse begünstigt mit zunehmendem Alter schmerzhafte Wirbel-körpereinbrüche und Knochenfrakturen wie den gefürchteten Oberschenkelhalsbruch.

Da man im Frühstadium keine nennenswerten Beschwerden hat, vergehen oft wertvolle Jahre ohne gezielte Gegenmaßnahmen! Dabei können frühzeitige Therapien den Knochenabbau vielfach auf-halten oder einbremsen. Der Wiener Röntgenologe Prim. Univ.-Prof. Dr. Bernhard Schwaighofer (Diagnostikzentrum-Währing) empfiehlt, die Knochendichte schon zwischen 40 und 50 untersuchen zu lassen: „So hat man später wertvolle Vergleichswerte bzw. kann die Krankheit frühzeitig erkennen.“

Strahlungsarmer Scanner!

Lässt sich Osteoporose überhaupt frühzeitig und zweifelsfrei feststellen? Prim. Schwaighofer: „Ja! Mit dem ganz neuen, strahlungsfreien DEXA-Osteoporose-Scanner und der aktuellen Software erhält man exakte Vergleichsmessungen zu anderen Körperregionen und zum gesamten Durchschnitt der Bevölkerung. Das sichert die Diagnose ab.“ Wichtiger Nachsatz: „Allerdings nur, was die Knochen-dichte anbelangt!“

Denn die Messung der Knochendichte lässt zwar auf den Mineralgehalt des Knochens schließen, liefert aber keine Informationen über dessen Qualität und „Mikroarchitektur“. „Bei Osteoporose kommt es neben dem Verlust an Knochenmasse vielfach auch zum Abbau der horizontalen ‚Gerüst-Teile‘. Diese Mikroarchitektur des Knochens gilt, wie man mittlerweile weiß, als Schlüsselfaktor für die Knochenfestigkeit“, gibt Doz. Dr. Peter Peichl, Leiter der Internen am Evangelischen Kranken-haus-Wien und Spezialist für Osteologie, zu bedenken.

Warum die Messung der Knochendichte allein nicht reicht

Das ist auch der Grund, warum manche PatientInnen trotz therapeutisch herbeigeführter Zunahme der Knochendichte später dennoch anfälliger für schmerzhafte Wirbelkörpereinbrüche oder gefähr-liche Knochenbrüche sind. Prim. Peichl: „Daher ist bei Bedarf auch die rechtzeitige, positive Beein-flussung der Mikroarchitektur des Knochens so wichtig, wie uns erfolgreiche Therapien mit Para-thormon und Calcitonin gezeigt haben!“

Um den Knochenschwund wirklich erfolgreich zu behandeln, sollte die Diagnose daher auch weitere Auswertungen des Blutes umfassen. „Dieses Resultat und das Ergebnis der Knochendichtemessung ermöglichen uns, den Knochenzustand insgesamt gezielt zu verbessern“, so Spezialist Peichl.

Jetzt aktuell:
Derzeit bietet das Evangelische Krankenhaus wieder die stark nachgefragten, ambulanten Sturz-risikotests an. Unkostenbeitrag für Test und ausführliche Beratung: 9,– Euro.
Anmeldung unbedingt erforderlich unter: Tel.: 01/40422-2802

Nähere Infos:
Prim. Univ.-Prof. Dr. Bernhard Schwaighofer
Leiter des Diagnostikzentrums-Währing
Tel.: 01/4028062

Prim. Priv.-Doz. Dr. Peter Peichl, Msc
Facharzt für Interne Medizin, Spezialist für Osteologie und Rheumatologie
Leiter der Internen Abteilungen am Evangelischen Krankenhaus-Wien
Tel.: 01/40422-1606

 

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